Sektion Biologie

Willkommen auf der Seite des Isotopenlabors!

Wir sind Ansprechpartner für die Mitarbeitenden des Biologiezentrums für die Planung und Durchführung von Experimenten mit Hilfe von radioaktiven Markierungen.

Gleichzeitig hat die Leitung die Funktion des Strahlenschutzbevollmächtigten der CAU zu Kiel. Hier läuft die Organsation des Strahlenschutzes im Nichtklinik- und Vorklinkbreich zusammen. Dementsprechend sind wir auch Ansprechpartner für Mitarbeitende auf dem Campus ausserhalb des Biologiezentrums.

Bitte lesen Sie sich als Vorgesetzte/r einer Arbeitsgruppe, aus der Mitarbeitende das Isotopenlabor besuchen sollen, gründlich die ToDo-Liste unter "Was Sie wissen sollten...." durch. Das erleichert die Zusammenarbeit sicher sehr.

 

Noch Etwas zum Einstieg in die Welt des Isotopenlabors.........

 

Wissen Sie, was mit ALARA gemeint ist?

ALARA ist ein Akronym für "as low as reasonably achievable", also "so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar".

Damit ist nicht unsere Arbeitseinstellung gemeint, sondern ein wichtiges Prinzip des Strahlenschutzes.
Das ALARA-Prinzip bedeutet beim Umgang mit ionisierenden Strahlen, dass die Strahlenbelastung für Menschen, Tiere und Umwelt so gering wie möglich zu halten ist, wie es mit Vernunft und Abwägung von Nutzen und Gefahrenpotential machbar erscheint.

Typischerweise kann man dies so erreichen:

- Exposition nach Möglichkeit vermeiden
Ansonsten: Grundsätze des Strahlenschutzes beachten
- Abstand halten  
- Für Abschirmung sorgen
- Aufenthaltsdauer minimieren
- Aktivitäten (Bq) minimieren

Der Umgang mit radioaktiven Stoffen unterliegt einer Umgangsgenehmigung der Aufsichtsbehörde nach § 12 des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG).
Dabei wird der Strahlenschutz durch die Strahlenschutzbeauftragten überwacht.
Zu unseren Aufgaben zählt z. B. die Betreuung und Beratung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Abfall-Organisation, Bereitstellung von Messtechnik und Dosimetrie etc..

Bitte melden Sie sich rechtzeitig vor dem geplanten Besuch im Isotopenlabor an. Für eine Tätigkeit in einem Strahlenschutzbereich sind vorab einige Dinge zu klären und zu organisieren. Dazu gehört z. B. eine Unterweisung/Einweisung nach § 63 der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) sowie die Anmeldung zur amtlichen Dosimetrie nach § 64 ff StrlSchV.

Vielen Dank!

Links zum Strahlenschutzrecht:

Was Sie wissen sollten....

Ohne Regeln läuft es nicht im Strahlenschutz. Daher sind ALLE angehalten, ihren Beitrag zu einem Gelingen zu leisten, damit wissenschaftliche Forschung, Strahlenschutz, aber auch Gesundheits- und Umweltschutz im Einklang funktionieren.

 

Wow

Falls Sie beabsichtigen, im Isotopenlabor durch Ihre Mitarbeitenden Experimente machen zu lassen, sind eine Reihe von Dingen im Vorfeld zu klären:

  1. Die Leitung einer Einrichtung nimmt den ersten Kontakt zum Isotopenlabor auf für eine anstehende Experimentierphase. Es empfiehlt sich, rechtzeitig über Tätigkeiten zu informieren, die mittelfristig oder langfristig im Isotopenlabor durchgeführt werden sollen oder geplant werden. Das sollte ja der/die Vorgesetzte der entsprechenden Mitarbeitenden recht genau wissen.
  2. Die Leitung einer Einrichtung muss schriftlich darlegen, warum es keine Alternativen zum Einsatz radioaktiver Stoffe gibt (§ 6 StrlSchGesetz - Rechtfertigung). Dies sollte nicht pauschal mit Schlagwörtern dokumentiert sein, wie z. B. "anderes ist weniger sensitiv", sondern nachvollziehbar dargelegt werden, dass man entsprechende Alternativen abgewogen hat - gerne auch mit Zitaten aus entsprechenden Publikationen. Als Hilfestellung geben wir hier ein Formular an die Hand, welches Sie als Einrichtungsleitung bitte ausfüllen und unterschreiben. Das Formular finden Sie hier.
  3. Es ist im Vorfeld ein genauer Ablaufplan durch die Vorgesetzten vorzulegen, in dem ersichtlich ist, welche Experimente in welchem Umfang (z. B. Anzahl der Einzelmarkierungen) durchgeführt werden sollen und nach welchem Protokoll verfahren werden soll. Dabei ist zu beachten, dass auch eine Planung hinsichtlich der einzusetzenden Aktivität angegeben werden muss. Hierdurch kann das Strahlenschutzpersonal schon im Vorfeld besondere Schutzmaßnahmen planen. Ggf. wird vom Strahlenschutzbeauftragten (SSB) Rücksprache erbeten, um mögliche unnötige Gefahrenpotentiale zu minimieren. (§ 8 StrlSchG)
  4. Die entsprechenden Mitarbeitenden benötigen eine mündliche Unterweisung mit Einweisung in die Laboratorien. Diese Unterweisung muss persönlich geschehen und wird protokolliert und dokumentiert. Bei der Erstunterweisung müssen ca. 1,5 h veranschlagt werden. Eine online durchgeführte Unterweisung ist nicht statthaft (§ 63 StrlSchV). Nur unterwiesene Personen haben Zutritt zum Strahlenschutzbereich. Die Unterweisung ist nach der Erstunterweisung einmal im Kalenderjahr zu wiederholen.
  5. Die Mitarbeitenden müssen das Hygienekonzept des Isotopenlabors zur Kenntnis nehmen und die diesbezügliche Betriebsanweisung. Das Hygienekonzept wird laufend angepasst, je nach dem wie die Pandemie-Lage es verlangt. Hier sei darauf hingewiesen, dass sich Mitarbeitende bei Zutritt sowie bei jedem Verlassen des Strahlenschutzbereichs schriftlich ein- und austragen müssen.
  6. Datenerhebung beruflich exponierter Personen

Gem. §170 StrSchG müssen wir als Strahlenschutzbeauftragte personenbezogene Daten aller beruflich exponierten Personen (Kategorie A und B sowie Personen mit amtlichen Dosimetern) ermitteln. Diese Daten werden an das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weitergegeben und dort im Strahlenschutzregister erfasst.

Welche persönlichen Daten werden erhoben?

Wir benötigen von Ihnen folgende Daten:

  • Sozialversicherungsnummer
  • Familienname
  • Vorname(n)
  • Geburtsname
  • Akademischer Grad (optional)
  • Geburtsdatum
  • Geburtsort
  • Nationalität

    Bem.: Gem. § 18f SGB IV ist das Bundesamt für Strahlenschutz zur Verarbeitung der Sozialversicherungsnummer berechtigt.

Datenschutzerklärung des Bundesamtes für Strahlenschutz:
https://www.bfs.de/DE/themen/ion/strahlenschutz/beruf/strahlenschutzregister/ssr-antragsteller.html

Ihre personenbezogenen Daten werden im Rahmen der Beantragung einer persönlichen Kennnummer (SSR-Nummer) und zur Überwachung von Dosisgrenzwerten durch das Bundesamt für Strahlenschutz gemäß § 170 Strahlenschutzgesetz verarbeitet. Die Angabe personenbezogener Daten ist nötig, um eine eindeutige Zuordnung und Bilanzierung der individuellen Dosiswerte aus der beruflichen Strahlenexposition im Strahlenschutzregister (SSR) zu gewährleisten.
Eine Ausnahme hinsichtlich der in § 170 Strahlenschutzgesetz genannten personenbezogenen Daten bildet die zum Zweck der Erzeugung der SSR-Nummer verwendete Sozialversicherungsnummer. Diese wird direkt nach kryptographischer Verarbeitung zur SSR-Nummer im BfS gelöscht. Die Sozialversicherungsnummer wird im BfS nicht gespeichert und kann auch nicht wieder aus der SSR-Nummer rekonstruiert werden.
Bitte beachten Sie, dass personenbezogene Daten grundsätzlich nicht an Dritte weitergegeben werden, sondern lediglich der Überwachung von Dosisgrenzwerten dienen.
Im Einzelfall können die gemeldeten personenbezogenen Daten jedoch gemäß § 170 Strahlenschutzgesetz mit schriftlicher Einwilligung der betroffenen Personen zu Forschungszwecken verwendet oder an Dritte übermittelt werden. Ohne diese Einwilligung dürfen die Daten ausschließlich nach den dafür vorgesehenen Maßgaben des § 27 Bundesdatenschutzgesetz verarbeitet bzw. nach § 170 Strahlenschutzgesetz übermittelt werden.
Weitere Informationen, insbesondere zu Ihren Rechten im Zusammenhang mit der Nutzung dieser Daten, finden Sie in der Datenschutzerklärung des BfS.

  1. Für die ordnungsgemäße Durchführung der amtlichen Dosimetrie ist der Besuch des Isotopenlabors rechtzeitig ein amtliches Dosimeter durch die beim    Strahlenschutzregister registrierte Person (Pkt. 6) anzumelden.
  2. Schwangere und stillende Personen haben keinen Zutritt zum Strahlenschutzbereich (§ 69 StrlSchV). Hierauf ist durch die Leitung der Einrichtung, aus der die Mitarbeitende stammt, zu achten. Studierende im Master-Studiengang haben nur Zutritt zum Strahlenschutzbereich, wenn dies zur Erreichung ihres Ausbildungsziels unbedingt erforderlich ist. Diese Erklärung ist durch die Arbeitsgruppenleitung abzugeben, dass der Master-Abschluß nicht anders erreicht werden kann.
  3. Die Räumlichkeiten des Isotopenlabors sind so zu hinterlassen, dass eine Kontamination anderer durch die durchgeführte Tätigkeit ausgeschlossen ist. Dies ist durch die Nutzenden mit arbeitstäglichen zweckgebundenen Messungen zu kontrollieren und zu dokumentieren.

  4. Eigentlich selbstverständlich: Alle Abteilungsleitenden sind angehalten, den Input des Isotopenlabors in Publikationen, Postern und Vortägen im Acknowledgement-Teil anzuerkennen. Angenommene Publikationen mit Daten aus dem Isotopenlabor sind von den "corresponding author/s" als pdf an  cgelhaus@zoologie.uni-kiel.de zu senden. Damit wird die Sichtbarkeit des Isotopenlabors dokumentiert.

 


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Anmeldung zu einer Tätigkeit im Isotopenlabor des Biologiezentrums

Bitte vor der Entsendung von Mitarbeitenden ausfüllen und bei der Leitung des Isotopenlabors einreichen.

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